Die Arbeit unter dem Mikroskop:

Operation am Auge

Oben sieht man die Situation während eines Eingriffs im Auge. Der Patient liegt mit einem (luftdurchlässigen) Papiertuch bedeckt auf dem Operationstisch und der Operateur blickt durch das Mikroskop in das Auge. Die Manipulationen am Auge merkt der Patient durch die örtliche Betäubung nicht.

Auf den beiden unteren Bildern ist die Situation während der Operation des grauen Stars zu sehen. Man sieht wie der Ultraschallkopf durch einen kleinen Schnitt in das Auge eingeführt wird und dort die trübe Linse zerkleinert wird.

Zerkleinerung der Linse 1 Zerkleinerung der Linse 2

Die Einpflanzung einer künstlichen Linse am Ende der Operation des grauen Stars unter dem Lichtschein des Operationsmikroskopes sieht man auf dem Photo unten. In der Pinzette wird die befeuchtete und daher glitzernde Linse gehalten. Am Rand der Linse sieht man die zwei Bügel, die zur Befestigung im Auge dienen. Die Linse wird jetzt durch einen kleinen Schnitt in das Auge geschoben. In diesem etwas älteren Photo, wird die Linse noch ungefaltet in das Auge geschoben. Das ist etwas anschaulicher.

Linseneinpflanzung

Heutzutage wird die Linse vorher gefaltet und dann durch einen kleineren - und damit für das Auge schonenderen - Schnitt als früher eingesetzt. Dabei wird entweder eine Faltpinzette oder ein Injektor, in dem die Linse gerollt liegt, verwendet. Die modernen Linsenmaterialien machen das möglich. Ein Photo einer solchen Linse siehe unten.

Moderne Faltlinse aus 3 Teilen

Während der Operation wird man technisch unterstützt von solchen Geräten wie unten abgebildet. Man spricht salopp von einer “Phakomaschine”, da sie für die Ultraschallverflüssigung der Linse, die “Phakoemulsifikation” gebraucht wird. Computergesteuert wird der Druck im Auge aufrechterhalten während man die Linse absaugt. Für eine gleichmäßige Druck und Flüssigkeitsverteilung, sowie einen sensiblen Einsatz der Ultraschallenergie wird gesorgt, damit der Eingriff möglichst schonend für die empfindlichen Strukturen im inneren des Auges bleibt.

Sogenannte Phakomaschine

(Copyright Linsenphoto und Gerätebild Firma Bausch und Lomb, näheres zu so einem Gerät siehe HIER)

(Stand 6.07.2018)