Heuschnupfenkalender:

Um einen Hinweis auf die mögliche Ursache jahreszeitabhängig auftretender Allergien zu erhalten gibt es Kalender, die das Auftreten bestimmter Stoffe zeigen. Unten ein Beispiel für die Pollenallergien.

Heuschnupfenkalender

(Rot bedeutet starke Belastung, gelb mäßige und grün schwache Belastung.)

Es orientiert sich an den informativen Seiten von:

www.allergiecheck.de

Weitere Informationen vor allem auch über aktuelle Pollenflugvorhersagen erhält man z.B. auf:

www.wetteronline.de

www.dwd.de/pollenflug

Nicht bei allem was man so “herumfliegen” sieht, handelt es sich übrigens um Pollen. Diese sind nämlich so klein, daß man sie nicht sehen kann. Unten ein typisches Beispiel: Bei den fliegenden Teilen des Löwenzahns - auch Pusteblume genannt - (siehe Bild unten) handelt es sich nicht um die Pollen,

Pusteblume

die sind nämlich in der Mitte der Blüte des Löwenzahns selber (Bild unten),

Löwenzahn

sondern bei der "Pusteblume" handelt es sich schon um die fertigen befruchteten Früchte, die per Wind verbreitet werden. Sie bewirken in der Regel keine Allergie. Vergleichbar ist dies mit der Kirschblüte und der fertigen Frucht, der Kirsche.

Die entscheidende Funktion der Kalender, der Pollenvorhersage und des Wissens um die Hauptzeiten des Pollenflugs ist die Möglichkeit sein Verhalten anzupassen, um dadurch einem Teil der Beschwerden im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg gehen zu können. Seit Jahren beobachten die Forscher jedoch, dass sich der Pollenflug um mehrere Tage nach vorn verlagert und im Herbst etwas länger dauert. Bei klimatisch milden Jahren kann es so dazu kommen, dass im November die letzten Gräser- oder Kräuterpollen fliegen und im Dezember schon die ersten Haselpollen unterwegs sind. So verlängert sich die Saison für Allergiker. Weiterhin gibt es sogenannte “Mastjahre”, in denen nach einigen eher harmlosen Jahren besonders viele Pollen unterwegs sind.

Die Empfehlungen zur weitesgehenden Vermeidung von Pollenkontakten (Allergenkarenz) lauten: Bei geschlossenem Fenster schlafen und tagsüber Stundenlanges Lüften vermeiden. Joggen und Aussenaktivitäten zu “Pollenspitzenzeiten” unterlassen. Die Pollen steigen am Morgen auf und kommen am Abend wieder herunter. Eine Brille beim Sport (Fahrrad/Joggen)tragen, die weit herumgeht, um möglichst wenige Pollen in das Auge fliegen zu lassen. Nach langem Draussen sein abends die Haare waschen, die Kleidung nicht im Schlafbereich ausziehen und dort aufhängen. Frisch gewaschene Wäsche nicht im Freien trocknen. Regnerische Tage sind für Aussenaktivitäten günstiger. Es gibt qualitativ hochwertige Pollenschutzgitter für die Fenster. Im Innenbereich sollte regelmäßig, insbesondere im Schlafzimmer gereinigt werden. Dort sollte auch der Boden feucht gewischt werden (nicht vom Betroffenen) und beim Staubsaugen ein Mikrofilter vorhanden sein.

Für alle Beschwerden, die dann noch verbleiben gibt es für die Augen milde antiallergische Augentropfen, die vorbeugend und lindernd auf die allergische Reaktion wirken. Nur in sehr massiven Fällen und dann auch nur kurzfristig sollten Cortisonaugentropfen verwendet werden.

(Stand 01.05.2018)