Die Arbeit am Bildschirm:

Bei kaum einer anderen Beschäftigung wird soviel über Beschwerden mit den Augen geklagt, wie bei der Bildschirmarbeit. Angesichts von ca. 16 Millionen Bildschirmarbeitsplätzen in Deutschland ist dafür schon ein eigener Krankheitsbegriff geprägt worden. Auf “Neudeutsch” spricht man vom “Office Eye Syndrome” oder neuerdings von "Digital Eye Strain". 63% (bereits Stand 2013) der deutschen Arbeitsplätze sind mit einem Computer ausgestattet. In fast 90% (Stand 2016) der deutschen Haushalte finden sich Bildschirmgeräte wie PC, Notebook, Smartphone oder Tablet, mit denen jeden oder fast jeden Tag das Internet genutzt wird. In Zeiten einer zunehmenden Digitalisierung und Videokonferenzen durch Corona nimmt die Verweildauer vor dem PC/Laptop weiter zu. 36% der Deutschen berichten in einer Umfrage aus 2020 in der Coronazeit mehr Zeit vor dem Bildschirm zu verbringen. 45% davon klagten vermehrt über trockene Augen. Bei 30% davon hatte sich die Sehkraft sogar gefühlt verschlechtert.

Bildschirmarbeitsplatz

70% aller Personen, die dauerhaft am Bildschirm arbeiten klagen früher oder später über die typischen Beschwerden wie Lidschwere, Müdigkeit, Brennen der Augen etc. Über 90% geben aber an, dass sich die Beschwerden bei Abwesenheit vom Bildschirmarbeitsplatz reduzieren. Was steckt hinter diesen Beschwerden ?

Geheimnisvolle Strahlen, die vom Monitor ausgehen ?

Nein, die von den heutigen Monitoren ausgehende Strahlung, ist bisher in allen Untersuchungen als harmlos bestätigt worden. Die Richtlinien, die hierfür herausgegeben wurden (MPR II und der strengere Nachfolger TCO) sind streng und legen Werte zu Grunde, die weit unter dem liegen, was eventuell schädlich sein könnte. Am bekanntesten ist TCO, daß von 1992 bis 2006 mit unterschiedlichen Versionen weiterentwickelt wurde. Zunächst nur für Röhrenbildschirme geltend, erfasst es inzwischen auch Multimediabildschirme und bewertet ihre Ergonomie wozu u.a. Strahlenabgabe, Flimmerfreiheit, ausreichender Kontrast und Abwesenheit von Reflexionen gehören.

Wo liegt das Problem dann ?

Die hohe Beanspruchung des ganzen Sehsystems (d.h. des Auges und des bildverarbeitenden Bereiches im Gehirn) führt bereits bei kleinen persönlichen Schwächen oder ungünstigen äußeren Bedingungen zu Problemen.

1. Die Bedeutung der Blinzelfrequenz und des trockenen Auges:

Da wäre zuerst die Tatsache, daß ein normaler Mensch im entspannten Zustand etwa 9-13-mal in der Minute (bzw. 13.000 mal pro Tag) mit den Lidern blinzelt. Dies ist notwendig um die Augenoberfläche zu reinigen und den schützenden Tränenfilm neu zu verteilen. Der "Monitorarbeiter" aber auch andere konzentriert im Nahbereich Arbeitende (z.B. am Mikroskop) blinzeln aber nur bis zu unter 5-mal pro Minute bei der Arbeit. Häufig sind dies dazu noch unvollständige Lidbewegungen. Dies ist konzentrationsbedingt und führt zu einer schlechteren Versorgung und Pflege der Augenoberfläche. Der Flüssigkeitsfilm wird nicht neu ergänzt und verteilt und es kommt zu stärkerer Verdunstung. Der Film reißt auf und es entstehen trockene Stellen, an denen die Hornhautoberfläche nicht mehr geschützt ist. Besonders gefährdet sind hier Personen mit einem sehr fettarmen Tränenfilm, z.B. bei chronischer Blepharitis. Verschärft wird diese Problematik noch durch die Tatsache, dass man am Monitor häufig nicht wie beim Lesen nach unten schaut und daher eine enge, leichter benetzbare Lidspalte hat, sondern durch das Geradeausschauen, die Augen viel weiter offen hält. Besteht jetzt womöglich noch zusätzlich eine niedrige Luftfeuchtigkeit im Raum (Klimaanlagen, seltenes Lüften bei vielen elektrischen Geräten, Heizungsluft), ist der Raum überwärmt oder mit Zigarettenqualm angereichert, kommt es zu Reizerscheinungen oder gar Schäden der Hornhaut und Bindehaut mit der Folge von roten, brennenden Augen und evtl. verschlechtertem Sehen. Kontaktlinsen werden schlechter vertragen bzw. verschlimmern die ganze Sache noch. Ein bereits bestehendes Trockenes Auge wird verstärkt oder bei Neigung dazu kommt es erstmals zu Beschwerden. Personen mit einem sehr guten Tränenfilm und individuell häufigerem Blinzeln, können jedoch auch beschwerdefrei zurechtkommen. Bei Problemen ist die Blinzelfrequenz jedoch nicht dauerhaft bewußt steigerbar. Sinnreich ist hier eher die Behandlung von Trockenheitsproblemen durch künstliche Tränen. Kontaktlinsen sollten bei der Bildschirmarbeit vermieden werden oder mit konservierungsstoffreien Tropfen von aussen zusätzlich befeuchtet werden. Günstig sind hier auch Kontaktlinsen mit guter Wasserhaltefähigkeit und geringer Verdunstung (s.Kontaktlinsenmaterialien). Überlegenswert sind auch Luftbefeuchter am Arbeitsplatz.

2. Die Bedeutung der richtigen Brille und der richtigen Arbeitsentfernung:

Durch den häufigen Blick- und Entfernungswechsel (Text, Tastatur, Bildschirm) muß das Auge ständig neu scharf stellen (bei einer Schreibkraft bis zu 30.000 mal am Tag !). Der kleine Muskel im Auge (Ziliarmuskel) der dafür zuständig ist, erbringt Höchstleistungen, die bei einem vorbestehenden Sehfehler, der nicht ausreichend durch eine passende Brille korrigiert ist, schneller zu Problemen (Augendrücken und -rötung, Kopfschmerzen) führen kann, als beim gut auskorrigierten Auge. Der Muskel ermüdet auch im Laufe des Tages und bei ständigem Entfernungswechsel braucht das Auge dann zunehmend länger zur Scharfstellung. Spätestens mit 45 Jahren ist hier auch beim Normalsichtigen eine Korrektur der dann auftretenden Altersweitsichtigkeit notwendig. Um - nicht mehr als notwendig - in die Nähe scharf stellen (akkomodieren) zu müssen, sollte der Monitor in minimal 50 bis maximal 80 cm (sonst wird die Schrift zu klein) Entfernung stehen. Muss an 2 Monitoren gearbeitet werden, sollten sie zentral in einem engen Halbrund aufgestellt werden, sodass Sehabstand und blickwinkel möglcihst gleich sind. Bei sehr großen Monitoren, ist der Abstand zum Auge zentral anders als am Rand und das Auge hat zusätzlichen "Scharfstellungsbedarf" beim betrachten der verschiedenen Anteile des Bildes. Hier kann sich die Anschaffung eines gebogenen Monitors (Curved Ultrawide-Monitor) lohnen.

3. Die Bedeutung der richtigen Bildschirmfrequenz:

Die Bildschirmfrequenz, gemessen in Herz (Hz) ist ein Maß dafür wie häufig in der Sekunde das Bild an einem Bildschirm neu aufgebaut wird. Ist sie zu langsam, entsteht kein flüssiges Bild und der Monitor "flimmert". Dies muß vom Gehirn unterdrückt werden und kann Kopfschmerzen verursachen.

Für technisch Interessierte: Entscheident für die notwendige Minimalfrequenz zur Beschwerdefreiheit ist die Flimmerverschmelzungsfrequenz (FVF, E flicker fusion frequency,) des menschlichen Auges. Dies ist die Frequenz bei der, bei einem periodisch wiederholten Wechsel von Lichtreizen (z.B. Hell und Dunkel bzw. in unserem Fall Bild zu Bild), die Reizwechsel nicht mehr wahrgenommen werden, sondern durch Verschmelzung (Flimmerfusion) ein einheitliches, durchgehendes Licht bzw. bewegtes Bild entsteht. Bei zu niedriger Frequenz und damit unvollständiger Verschmelzung, tritt Flimmern auf. Die Verschmelzungsfrequenz ist aber nicht konstant, sondern hängt vom Adaptationszustand (Gewöhnung an die Umgebungshelligkeit) des Auges, Ermüdungsgrad, Leuchtdichte und anderen Bedingungen ab. Bei niedriger Lichtintensität liegt sie eher beim Menschen bei 23-25 Hz und bei hoher Lichtintensität kann sie bis 90 Hz gehen. Biologischer Hintergrund der Flimmerfusion ist die Tatsache, daß für den Ablauf der chemischen Prozesse in der Netzhaut des Auges, die bei der Lichtreizung ausgelöst werden und zur Erregung führen, eine Mindestzeit erforderlich ist. Ist das Zeitintervall zwischen einzelnen Reizen kürzer als diese Mindestzeit, so können diese Reize nicht differenziert und von einem gleichmäßig andauernden Reiz unterschieden werden. Das zeitliche Auflösungsvermögen des Auges wird in diesem Fall also überschritten. Anders ausgedrückt, oberhalb der Flimmerverschmelzungsfrequenz kann das Rezeptorpotential zwischen den Wechseln nicht mehr abklingen und die Potentialwellen vereinigen sich zu einem gleichbleibenden Depolarisationsniveau, was das Zentralnervensystem als Dauerlicht interpretiert. Die Höhe der Flimmerverschmelzungsfrequenz ist übrigens auch für ein leistungsfähiges Bewegtsehen bedeutsam. Manche Sportler profitieren da von einer individuell erhöhten Leistungsfähigkeit und im Tierreich wurde z.B. beim völlig anders gebauten Facettenauge der Fliege eine Flimmerfusionsfrequenz von 240 Hz gemessen.

Für den klassischen heute kaum noch verwendeten Röhrenbildschirm musste für ein "ruhiges Bild" die Bildwiederholrate mindestens 72, besser 85 Hz betragen. Die modernen TFT-Aktiv-Matrix-Bildschirme bzw. LED-Bildschirme sind auch bei niedrigerer Bildwiederholfrequenz flimmerfrei und eine Bildwiederholung von 60 Hz reicht aus um Text, Tabellen und auch Videosequenzen (online-Konferrenzen und -Schulungen etc.) flimmerfrei zu sehen.

Beim reinen Fernseher reicht sogar 25 Hz, da erstens das Fernsehbild nur in dieser Frequenz ausgestrahlt wird und zweitens die Lichtintensität des Fernsehers nicht sehr hoch ist und das menschliche Auge unter solchen Bedingungen die Bewegungen als flüssig und nicht ruckelnd wahrnimmt. Nur wenn die Bildwiederholfrequenz geringer als 25 Hz ist, erkennt das menschliche Auge die einzelnen Bilder, der Animations/Verschmelzungseffekt-Effekt fällt aus.

Unterschieden werden muss dies von schnellen Videospielen, dem sogenannten "Gaming", hier sind mindestens 60 Hz "Pflicht", die bei allen üblichen heutigen Monitoren aber auch Standard sind. Für aktuelle Games ist teilweise eine Bildwiederholrate von 120 Hz, 144 Hz oder sogar 240 Hz erstrebenswert, um ein flüssiges, ruckelfreies Bild, bei den dort üblichen schnellen Bildwechseln zu sehen und schnell genug reagieren zu können. Gamer und Actionkameranutzer kennen diese Frequnz der ausgegeben Bilder auch unter den Namen Framerate oder FPS (Bilder pro Sekunde) und diskutieren lebhaft darüber, wieviel für ihr Spiel bzw. ihre Actionaufnahme denn nötig sei. Im Jahr 2020 ist sogar der erste 360-Hz-Monitor auf den Markt gekommen. Dieser Vorteil ist allerdings nur für professionelle Spieler im "E-Sport" merkbar.

4. Die Bedeutung der richtigen richtigen Beleuchtung:

Die Beleuchtung sollte ausreichend hell und reflex- und blendfrei sein. Reflexe und Spiegelungen durch ungünstig angeordnete Lampen oder das Fenster aber auch die neumodischen Bildschirme mit hochglänzenden Oberflächen (gerne bei Laptops oder Tablets), führen zu verkrampften Haltungen, um den Spiegelungen aus dem Wege zu gehen. Ideal ist eine blendfreie indirekte Raumausleuchtung für die Grundhelligkeit mit noch vorhandenen leichten Schatten und eine Arbeitsplatzleuchte zur Beleuchtung des Schreibtisches, die individuell eingestellt werden kann und hier für etwas stärkere Helligkeit sorgt. Die dekorative Halogenleuchte ist als Arbeitsplatzleuchte übrigens nicht so geeignet, da ihr Licht zu punktuell ist und zu viele Blauanteile enthält, die die Naheinstellung anstrengender machen. Vom Farbspektrum und der gleichmäßigen Ausleuchtung her, ist die gute alte Glühbirne immer noch das Beste. Da sie ja ausstirbt, sollte man auf eine Ersatzbeleuchtung (Energiesparlampe, Halogen, LED) mit komplettem, “natürlichem” Farbspektrum achten. Mischlicht, d.h. Leuchtstoffröhren an der Decke und Glühlampenlicht auf dem Tisch, ist übrigens kein Problem. Hinter dem Bildschirm sollte kein Fenster mit hellem Sonnenlicht sein, da sonst der Kontrast zwischen Monitor und Hintergrund zu stark für das Auge ist. Die Pupille muß ständig weit und eng werden (4000-17.000mal pro Arbeitstag), was zu Ermüdung der Pupillenmuskeln führt. Ist ein Fenster hinter dem Bildschirm, sollte man mit Lamellenrollos oder dergleichen das Licht dämpfen. Tageslicht kommt am besten von der Seite.

Wer seit Corona und vermehrtem Home-Office länger zu Hause arbeitet, stellt schnell fest, wie gut eigentlich die Beleuchtung in seinem Büro ist. Das liegt unter anderem daran, dass an Bildschirmarbeitsplätzen die Beleuchtung laut der Arbeitsstättenverordnung mindestens 500 Lux betragen muss, was an sich schon eher eine Minimalanforderung, als eine optimale Helligkeit darstellt. Wer also mehr zu Hause arbeitet, der sollte checken, wie hell sein Arbeitsplatz ist. Dafür braucht es kein teures Messgerät. Eine simple App wie "Lux Meter" oder "Lux Light Meter" auf dem Handy kann zeigen, wie hell es aktuell um den Arbeitsplatz herum ist. Sie ist zwar nicht mit einem geeichten Profigerät vergleichbar, gibt aber einen guten Anhaltspunkt. Zum Ergebnis kurz gesagt: Die meisten Arbeitsplätze zu Hause sind viel zu Dunkel, vor allem, wenn man abends und ohne Tageslicht arbeitet.

Die einfachste Lösung ist eine klassische Schreibtischleuchte. Solche gibt es mit einer Leuchtkraft ab 600 Lumen (bei regulärem Abstand in etwa 1:1 in Lux umrechenbar) unter 20 Euro. Deutlich heller sind Tageslichtlampen. Sie liefern bis zu 1000 Lux Licht und versuchen dabei, das normale Tageslicht zu imitieren. Sie haben meist eine Farbtemperatur von 5500 Kelvin und sind entsprechend angenehm. Kleine Geräte für den Schreibtisch gibt es ab etwa 30 Euro.

5. Die Bedeutung der richtigen Sitzhaltung:

Wichtig ist auch die Monitorposition. Vor allem die Halswirbelsäule wird durch einen zu hoch aufgestellten Monitor belastet. Sie wird ständig gerade gehalten, statt ihre natürliche Krümmung zu behalten. Die Nackenmuskeln verkrampfen sich und es kommt zu Kopfschmerzen. Steht der Monitor zu tief führt ein durchhängender Rundrücken zu Rückenschmerzen und Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich. Faustregel ist: Die obere Monitorkante sollte maximal auf Augenhöhe und der Monitor oben leicht nach hinten geneigt stehen. So müssen auch die Augen nicht maximal aufgehalten werden und durch das leicht tiefer stehende Lid beim leichten Blick nach unten auf den Monitor, ist die Lidspalte schmaler und leichter benetzbar. Um das ständige Hin- und Herschauen (12.000-33.000 Kopf- und Blickbewegungen pro Arbeitstag) zu mindern, kann z. B. mit Konzepthaltern neben dem Monitor gearbeitet werden. Die Blutgefäße in den Beinen werden bei ungünstiger Stuhlhöhe im Oberschenkelbereich abgequetscht. Die Oberschenkelmuskeln sollte nur knapp aufliegen und nicht "plattgequetscht" werden. Je nach Stuhl und Körpergröße kann ein Fußbänkchen hier hilfreich sein.

6. Die Bedeutung des Alters:

Neben den oben erwähnten Scharfeinstellungsproblemen mit zunehmdem Alter in Form der Altersweitsichtigkeit und den Linsentrübungen in Form des Grauen Stars, die das Sehen einschränken und schwerer machen, wird die Oberfläche des Auges durch nachlassende Produktion der Tränendrüsen in den Lidern und der Schleimhaut, im Rahmen eines altersbedingt zunehmenden Trockenen Auges, leider auch nicht belastbarer und erschwert längeres beschwerdefreies Arbeiten am Bildschirm. Von besonderer Bedeutung ist aber der Einfluß von Naharbeit im Kindesalter auf die Entwicklung der Kurzsichtigkeit. Diese wird auf jeden Fall durch zu viel zu frühe Naharbeit gefördert. Näheres siehe im Kapitel über die Ursachen der Kurzsichtigkeit. In Zeiten von Homeschooling stellt dies leider ein kaum vermeidbares Problem dar und man kann nur hoffen, das hier bald wieder bessere Verhältnisse eintreten. Im Erwachsenenalter gibt es bisher keine Beweise einer Förderung der Kurzsichtigkeit durch Bildschirmarbeit. Da die natürliche Entwicklung einer Kurzsichtigkeit bis zum Alter von 30 fortschreiten kann, haben manche jedoch den Eindruck, erst durch den Beginn ihrer exzessiven Tätigkeit vor dem Monitor, am Beginn des Berufslebens, wäre die Kurzsichtigkeit entstanden. Dies ist aber ein eher zufälliges Zusammentreffen.

Tips für den Bildschirmarbeitsplatz:

Infografik_Nie-wieder-muede-Augen 1

Was den Augen guttut:

  • Mischarbeit: Tätigkeiten ohne Bildschirmarbeit und mit Bewegung fest im Tagesablauf einplanen
  • Gute Korrektur einer Sehschwäche
  • Auf ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit achten (optimal um die 50%)
  • Ausreichend trinken
  • Telefonate nutzen, um aufzustehen und den Blick vom Monitor zu lösen; Drucker ausserhlab der Reichweite platzieren, bei mehreren Beschäftigten Sammeldrucker nutzen
  • Zwischendurch in die Ferne schauen, ein bild an der Wand oder eine Struktur an der Decke fixieren

Weitere Informationen finden Sie auf der Checkliste bzw. im Internet z.B. unter:

Entspannungsübungen für die Augen:

Infografik_Nie-wieder-muede-Augen 2

(Die beiden Grafiken wurde mir freundlicherweise von der Augenklinik iclinic in Bratislava zur Verfügung gestellt)

Steuerfreie Arbeitgeberleistungen für Bildschirm-Arbeitsplätze:

  • Spezialbrillen für Bildschirme: Die Bildschirmarbeitsverordnung (§ 6 BildScharbV) sieht in Verbindung mit der „Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge“ vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern eine angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens durch einen Augenarzt oder Betriebsarzt anbieten müssen. Darüber hinaus müssen den Mitarbeitern spezielle Sehhilfen für Arbeiten an Bildschirmgeräten - sogenannte Bildschirmarbeitsplatzbrillen - zur Verfügung stehen. Die dafür notwendigen Kosten muss der Arbeitgeber zahlen (§3 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 des Arbeitsschutzgesetzes ArbSchG).

  • Lohnsteuerfreie Leistungen: Arbeitgeber können hier gegenüber ihren Mitarbeitern großzügig sein. Denn die vom Arbeitgeber aufgrund dieser gesetzlichen Verpflichtung übernommenen Kosten sind nach R 19.3 Abs. 2 Nr. 2 der Lohnsteuer-Richtlinien (LStR) steuer- und auch sozialversicherungsfrei. Voraussetzung ist aber eine entsprechende Verordnung durch einen Augenarzt. Der Augenarzt muss bescheinigen, dass die spezielle Sehhilfe notwendig ist, „um eine ausreichende Sehfähigkeit in den Entfernungsbereichen des Bildschirmarbeitsplatzes zu gewährleisten“ (vgl. LStR R 19.3).

(Stand: 07.05.2021)

Zurück zur Übersichtsseite über die möglichen Ursachen von Beschwerden am Auge